So funktioniert's

Drei Schritte, keine Reinigungsmittel. Die Funktionsweise von Mikrofaser unterscheidet sich grundlegend von dem, was du von Sprays und Tüchern gewohnt bist.

1. Tuch anfeuchten

Halte das Tuch kurz unter den Wasserhahn, wringe es aus, sodass es feucht, aber nicht tropfnass ist. Das ist die gesamte Vorbereitung. Keine Flasche zum Aufschrauben, kein Produkt zum Dosieren, keine Einwirkzeit.

Bei extrem verschmutzten Flächen kannst du ein paar Tropfen Spülmittel oder Essig in einen Eimer Wasser geben, aber für 95 Prozent der Arbeit reicht Wasser allein.

2. In geraden Bahnen wischen

Beginne oben, arbeite dich nach unten vor. Wische in langen, geraden Bahnen statt in Kreisen. Die Fasern greifen Schmutz und halten ihn fest, statt ihn zu verschmieren. Du siehst den Unterschied sofort: eine saubere Spur hinter dem Tuch, kein Schleier.

Für Glas und Spiegel: einmal wischen, dann noch einmal, trocken und in derselben Richtung. Keine Flusen, keine Streifen.

3. Ausspülen und trocknen lassen

Nach dem Putzen: Spüle das Tuch unter warmem fließendem Wasser aus, bis das Wasser klar bleibt. Ausdrücken, aufhängen. Beim nächsten Mal wieder zur Hand nehmen.

Etwa einmal pro Woche (oder wenn du findest, dass es schmutzig ist) kommt es in die Waschmaschine: 60 Grad, normales Waschmittel, kein Weichspüler. Weichspüler umhüllt die Fasern und nimmt ihnen die Reinigungskraft.

Warum es funktioniert

Mikrofasern sind 1/100 eines menschlichen Haares dick, aber jede Faser hat positive Ladungseigenschaften, die Staub, Fett und Kalk anziehen. Ein gutes Mikrofasertuch hat bis zu 200.000 Fasern pro Quadratzentimeter. Unter dem Mikroskop sieht man, dass die Fasern eher wie Haken als wie Fäden sind: Sie greifen Schmutz und geben ihn erst im Wasser wieder frei.

Deshalb funktionieren sie ohne Chemie, und deshalb solltest du sie nie mit Weichspüler waschen. Die physikalische Struktur ist es, die die Arbeit leistet.

Welches Tuch für welche Aufgabe

  • Doek Set: Arbeitsplatte, Herd, Tisch, Fußleisten, Türklinken, Bildschirme, alles Allgemeine.
  • Glasdoek: Fenster, Spiegel, Vitrinen, Backofentür, Tablet-Bildschirme.
  • Kalkdoek: Duschtür, Wasserhahn, Regenduschkopf, Fliesenfugen, Waschbecken.

Wie lange halten sie?

200+ Waschzyklen, wenn du sie bei 60 Grad ohne Weichspüler wäschst. Bei wöchentlicher Nutzung und Wäsche sind das etwa 4 Jahre, bevor du es ersetzt. In dieser Zeit sparst du hunderte Euro an Sprays und tausende Einwegtücher.

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